








Zimmermann Model 135 — ein Stutzflügel deutscher Herkunft, 135 cm lang, in Nussbaum, hochglänzend.
Er passt in Wohnungen, in denen ein Flügel eigentlich zu groß wäre: für Erwachsene, die wieder anfangen, für Schülerinnen und Schüler, die an einer Flügelmechanik lernen sollen, und für Räume, in denen das Instrument auch ein Möbel ist.
135 cm sind die kürzeste Flügelklasse, und das hat eine klare Folge: Die Basssaiten sind hier nicht länger als bei einem hohen Klavier. Wer vor allem Basslänge sucht, findet sie eher dort. Man nimmt einen Stutzflügel wegen der Mechanik und wegen der Aufstellung: Der Hammer fällt durch sein eigenes Gewicht zurück, die Repetition kommt schneller als am Klavier, und der aufgestellte Deckel schickt den Klang in den Raum statt an die Wand. Zwei Pedale: rechts hebt die Dämpfer, links verschiebt die Mechanik. Ein Sostenuto in der Mitte gibt es nicht.
Das Nussbaumfurnier ist hochglänzend poliert, die Maserung bleibt sichtbar. Hochglanz zeigt Staub und Fingerabdrücke deutlicher als eine matte Fläche; ein weiches, trockenes Tuch genügt zur Pflege.
Mit 135 × 142,5 cm belegt der Flügel knapp 2 m², dazu kommt Platz zum Sitzen und für den offenen Deckel. Durch eine normale Tür geht er nur zerlegt, mit abgenommenen Beinen und Lyra; ein Flügel dieser Größe wiegt einige Hundert Kilogramm und wird von Möbelpackern getragen. Nicht neben die Heizung, nicht in die Sonne — Feuchteschwankungen verstimmen jedes Instrument. Wer abends spielt und Nachbarn hinter der Wand hat, lässt in einen akustischen Flügel ein Silent System einbauen und übt mit Kopfhörern weiter.
Hören Sie, wie dieses Instrument wirklich klingt — mit Sorgfalt in unserem Wiener Salon aufgenommen.
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Eine kuratierte Auswahl, die dieselbe Handwerkskunst, denselben Charakter und denselben Klang teilt.








