







C. Bechstein A — ein Flügel aus Berlin, 182 cm lang, schwarz in seidenmatter Politur.
182 cm ist die Größe des Salonflügels: für ein großes Wohnzimmer, für den Musikraum einer Schule, für Unterricht jenseits der Anfangsstufe. Das Modell A gilt bei C. Bechstein als der Flügel, der noch in eine Wohnung passt.
Der Bass hat mehr Saitenlänge als in jedem Klavier; an einen Konzertflügel reicht er nicht heran, dafür fehlen über zwei Meter. Im Alltag zählt die Mechanik: Ein Flügel repetiert schneller, ein Ton lässt sich gleich nach dem Anschlag noch einmal nehmen. Die Klaviatur hat 85 Tasten, drei weniger als heute üblich — wer bis in die oberste Oktave greift, stößt oben an. Zwei Pedale: rechts hebt die Dämpfer ab, links verschiebt die Mechanik und nimmt den Ton zurück; ein mittleres, das einzelne Töne stehen lässt, gibt es nicht.
Die Oberfläche ist eine Schellackpolitur: kein Wasser, kein Alkohol, keine Hitze — also keine Blumenvase auf dem Deckel, kein Reiniger, keine Sonne, keine Heizungsluft. Entstaubt wird trocken und weich. Seidenmatt nimmt Licht ruhiger auf als Hochglanz.
182 × 140 cm sind gut 2,5 m² Standfläche; mit Platz zum Sitzen und zum Vorbeigehen rechnen Sie besser mit vier Quadratmetern. 320 kg, zum Tragen auf die Seite gelegt, ohne Beine und Lyra: Sache von Möbelpackern, nicht von Freunden. Nicht neben die Heizung, nicht in die Sonne — Feuchteschwankungen verstimmen ihn. Wer abends spielt und Nachbarn hat, lässt in ein akustisches Instrument ein Silent System einbauen und spielt mit Kopfhörern auf denselben Tasten weiter.
Hören Sie, wie dieses Instrument wirklich klingt — mit Sorgfalt in unserem Wiener Salon aufgenommen.
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Eine kuratierte Auswahl, die dieselbe Handwerkskunst, denselben Charakter und denselben Klang teilt.








